Markus, Absolvent (BSc + MSc)

Markus Hintergrund:
Ich komme über den zweiten Bildungsweg (Technischer Zeichner) und gehörte 2010 zum ersten SimTech-Jahrgang in Stuttgart.

Bachelor:
Die verschiedensten Spezialisierungen im späteren Studium machen eine breite Fächerwahl zu Beginn notwendig. Die ersten Semester waren deshalb ziemlich arbeitsintensiv, aber mit genug Motivation auch machbar. Im Nachhinein bin ich froh, die breite und dennoch tiefe Ausbildung genossen zu haben. Ich habe viel mit meinen Kommilitonen zusammengearbeitet. Allgemein hatten wir in unserem Jahrgang einen super Zusammenhalt. Dies half fachlich, brachte aber auch gute Stimmung in die Lernsessions. Auch mit den jüngeren Jahrgängen hatten wir einen guten Kontakt. In den höheren Semestern hat man einen großen Gestaltungsspielraum in seiner Vorlesungswahl, ein großes Plus bei SimTech. Ich habe diese Chance genutzt und z.B. Vorlesungen in der Materialtheorie, Numerik, der Regelungstechnik und der Visualisierung verfolgt. Ich war mir einfach nicht sicher, wo ich mich später sehe. Eine solche Mischung wäre in einem anderen Studiengang kaum möglich gewesen und ist optimal, um seine Interessen zu verfolgen. Ich habe zum Beispiel auch eine Projektarbeit zur Simulation einer Batterie in Kooperation mit einem Unternehmen gemacht. Während des Bachelors konnte ich durch das SimTech-Mentorenkonzept und einer Hiwi-Tätigkeit Kontakt zu Professoren aufbauen. Dies ermöglichte mir letztendlich sogar, meine Bachelorarbeit in Stanford in den USA schreiben zu können (Themengebiet: Materialtheorie). Der perfekte Abschluss für die tolle Bachelorzeit im SimTech-Bachelor-Studium.

Master:
Auch wenn ich andere Universitäten in Betracht gezogen habe, bin ich letztendlich wieder in Stuttgart gelandet. In dieser Phase habe ich gemerkt, dass viele Institute, die an SimTech beteiligt sind, weltweit sehr angesehen sind. Im Master hat man wieder sehr große Gestaltungsfreiräume. Durch den Bachelor weiß man aber schon meist, in welche Richtung man sich spezialisieren will. Zusätzlich besucht man noch Vorlesungen, die einen sehr weiten Bereich der Simulationstechnik abdecken. Dies fand ich auch sehr wichtig, um nicht ein Fachidiot zu werden. Im Master habe ich dann auch eine kleine Projektarbeit im Bereich der Finanzmathematik geschrieben - hier zeigt sich wieder, wie vielfältig der Studiengang ist. Abschließend durfte ich mein zweites Masterjahr in Eindhoven (Niederlande) an der TU/e verbringen. Das lief im Rahmen eines Doppelmasterprogramms speziell für SimTech im Bereich der angewandten Mathematik. Die Zeit war fachlich als auch sozial sehr toll. Abgeschlossen habe ich meine Master im Themengebiet Hochgeschwindigkeitseinschläge im Weltall. Mit dem Wissen aus dem SimTech-Studium konnte ich ein komplettes Simulationsprogramm schreiben.

Danach:
Nun promoviere ich bei Bosch in Renningen in der Vorausentwicklung auf dem Gebiet der Batterieforschung. Dabei befinde ich mich zwischen Grundlagenforschung und Praxisnähe. Simulation wird hier immer größer geschrieben - mit ein Grund, wieso unser Studiengang kreiert wurde. Die Arbeitsbedingungen sind in Renningen super. Die Arbeit ist fordernd, macht aber gleichzeitig Spaß. Bis jetzt kann ich mich nicht beschweren, diesen Weg gegangen zu sein.

Sonstiges:
Ich kann nur empfehlen, auch außerhalb der Uni sich noch zu betätigen (Fachschaft, Unisport etc). Da der Studiengang sehr klein ist, besteht ein sehr ausgeprägter Zusammenhalt und eine gute Arbeitsatmosphäre.